Am 19. bzw. 20. Oktober 2002 wurde Herr Pfarrer Bernhard Gugerel in sein neues Amt als Pfarrer von Zellhausen und Mainflingen eingeführt.

Zur Vita ein Auszug aus einem Artikel im Main-Echo, kko, vom 21.10.02

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Rund elf Jahre lang war Bernhard Gugerel in Gimbsheim tätig. Er hat dort nach eigenen Worten drei Pfarreien »mit sechs Ortschaften, vier Kirchen und sechs Friedhöfen« als Seelsorger betreut. Nicht allzu viel hat der am 5. Oktober 1955 in Frankfurt geborene Priester mit den landläufigen Vorstellungen von einem katholischen Geistlichen gemein.

 

Bevor Bernhard Gugerel im Alter von 32 Jahren in Mainz sein Theologiestudium abschloss und zum Priester geweiht wurde, hat er ein durchaus »weltliches« Leben geführt. Nach dem Realschulabschluss trat er zunächst mit 16 Jahren in den Polizeidienst ein und war, die Ausbildung mitgerechnet, rund vier Jahre lang Bereitschaftspolizist in Wiesbaden.

Es folgten einige Jahre in der Justizvollzugsanstalt Frankfurt­Preungesheim - »mit Schlüssel«, wie Gugerel betont, als Beamter im Justizvollzug. Bevor er dann 1978 daran ging, in Mainz das Abitur nachzuholen, arbeitete er zeitweise als Busfahrer und fuhr schwere Lastwagen im Fernverkehr.

 

Theologie und Philosophie studierte Bernhard Gugerel von 1981 bis 1983 in Mainz, bis 1985 dann in Wien und Paris.  Nach fünf Jahren als Kaplan in Mainz und Viernheim trat er dann in Gimbsheim seine erste eigene Pfarrstelle an.

 

Als »Frankfurter Bub« wusste Gugerel natürlich, wo Mainhausen liegt, als der Bischof ihm die neue Aufgabe zuwies. Ansonsten ist die kleinste Gemeinde im Kreis Offenbach mit ihrer katholischen Bevölkerungsmehrheit Neuland für ihn, der zuvor in der »katholischen Diaspora« wirkte.

 

Beide Pfarreien näher zusammen zu führen, sieht er als eine seiner wichtigsten Aufgaben an. Zentrales Anliegen ist ihm auch die Integration so genannter »Randgruppen« ins Gemeindeleben: Geschiedene und Wiederverheiratete, Alleinerziehende heißt er willkommen, auch Menschen, die einer Sucht verfallen sind und generell all jene, »mit denen manche in der Kirche Probleme haben«. Offenheit gegenüber anderen Konfessionen und Religionen ist für Mainhausens neuen Pfarrer eine Selbstverständlichkeit, die sich aus christlichen Grundsätzen ergibt:

»Ich frage niemanden nach dem Bekenntnis«. ..."