Kommunionkinder 2014

Ausflug der Kommunionkinder 2014

Am Samstag, den 22.03.2014 war es also soweit – die Kommunionkinder machen ihren Ausflug! Und es regnet schon den ganzen Vormittag. Als wir uns aber um 13:45 Uhr an der Kirche getroffen haben, war es zum Glück trocken. Dann ging es zusammen mit den Katechetinnen an die Bushaltestelle. Der Bus kam dann auch pünktlich und brachte und nach Seligenstadt. Wir gingen erst mal zur Fähre – „eine Rundfahrt mit der Seligenstädter Fähre müsste sein“, hatte uns eine Seligenstädterin gesagt. Also alle rauf und mal eben schnell  ins Nachbarbundesland Bayern. Von dort hat man wirklich den schönsten Blick auf die Basilika und die Stadt. Dann blieb sogar noch Zeit für einen kurze „Aus-Tobe-Runde“ auf dem Spielplatz, bevor wir durch den Klostergarten Richtung Eingang zum Museum gingen. Wahrscheinlich hat uns Uschi Lüft von der Stadtführergilde auch schon gehört. Wir waren für 14 Uhr verabredet, damit unser erster Programmpunkt – die „Quarkführung“ beginnen konnte. Sie fing auch gleich im Klostergarten an – erklärte uns, was hier früher für Gemüse und Heilpflanzen angebaut wurden, wer hier früher gelebt hatte und wo die Mönche geschlafen haben. Immer wieder fragte sie die Kinder und die fragten Uschi Lüft, wenn sie was wissen wollten, z.B. wie groß ist der Engel auf der Spitze des Turm – etwas mehr als 2 m, aber auf der Kugel etwa 3,50 m. Dann ging es in die alte Apotheke und plötzlich war man in die Zeit zurückversetzt, als hier wirklich noch Arzneien hergestellt wurden. Von dort gingen wir in die Klostermühle und danach in die alte Klosterküche. Der erste Blick ging zu den zwei Rebhühnern - waren die etwa echt? Nein – nur ausgestopft. Frau Lüft erklärte uns wie es hier früher zuging, wer aus welcher kleinen Fensterklappe sein Essen gereicht bekam. Das Bild in dem Speisesaal der Mönche konnten wir schon sehen und als wir dann tatsächlich in dem großen Saal standen bekamen wir auch die passende Erklärung dazu. Das Bild zeigte die beiden Schutzheiligen der Basilika – Marcellinus und Petrus, der eine bereits ohne Kopf. Ohwei! Durch den Kreuzgang kamen wir dann schließlich in den ehemaligen Weinkeller. Dort war der Höhepunkt der Führung schon für uns vorbereitet: den eigenen Kräuterquark zubereiten…und natürlich essen. Schnell hatten alle Kinder einen Platz gefunden – vor sich ein Brettchen und ein scharfes, kleines Messer. Alle machten sich gleich an‘s Werk – es galt den Schnittlauch, Dill und Petersilie in kleine Stückchen zu schneiden. Der Quark wurde angerührt und dann kamen die frisch geschnittenen Kräuter dazu. Etwas Salz und Pfeffer, ein bisschen Sahne und fertig war der selbst gemachte Kräuterquark! Das wurde gleich auf das bereit gestellte Brot gestrichen – „schmeckt super“ fanden fast alle. Und wir Erwachsenen  durften auch noch probieren. Sehr lecker! Aber dann mussten wir doch weiter – zur Kinderstadtführung „Ich sehe was, was du nichts siehst“. Wir verließen die Benediktinerabtei und gingen über den Freihofplatz zum Roten Brunnen. Das hier früher statt dem Weg ein kleiner Fluss war, der zum Main führte, die kleinen Gässchen dazu genutzt wurden um den Abfall zu entsorgen und das dies die Aufgabe der Kinder war, erfuhren wir. Am Lügenbänkchen mit Blick auf die Fähre durften die Kinder erst mal Platz nehmen. Weiter ging es am Main und am Pallatium durch die alte Stadtmauer hoch zum einem ehemaligen Wehrsturm. Ein Gefängnis soll das früher gewesen sein und die Stadtmauer soll früher so hoch gewesen sein, dass man nicht den Main gesehen hat!? Für die Kinder gar nicht mehr vorstellbar. Dann ging es weiter zur Steinheimer Staße mit Blick auf das Steinheimer Tor und schließlich über den Marktplatz durch das Rathaus zum Romanischen Haus – das heutige Standesamt. Natürlich bekamen wir noch die Geschichte von Karl dem Großen zu hören, als er seine Tochter Emma fand, die mit Einhard durchgebrannt war. Er rief: „Selig sei die Stadt genannt, als ich meine Tochter wieder fand“ …leider nur eine Legende. Dann war die Führung zu Ende – wir verabschiedeten uns von Uschi Lüft. Jetzt hatten alle ein Eis verdient bevor wir erst den falschen, aber dann doch noch den richtigen Bus zurück nach Hause nahmen. Um 18 Uhr waren alle wieder in Mainflingen – ein bisschen müde, es war doch ein ganz schön aufregender und langer Tag gewesen. Vielen Dank noch mal an Uschi Lüft von der Stadtführergilde, die uns ganz viel gezeigt und erklärt hat, aber auch immer wieder die vielen Fragen der Kinder geduldig beantwortet hat. Das war toll und wir wissen jetzt sicher ein bisschen mehr, wenn wir mal wieder in Seligenstadt sind.